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Der FriedWald Heiligenberg
Der einzige mit Alpenblick
Der sanft geschwungene Bergrücken des Amalienhains leitet in das eiszeitlich geprägte Hügelland um Heiligenberg über. Das Waldgebiet liegt direkt an einer steil abfallenden Hangkante, die den Blick zur Bodenseebucht frei gibt. Nicht nur deswegen lädt der Amalienhain auf seinen zahlreichen Pfaden seit jeher Wanderer zur stillen Einkehr unter majestätischen Laub- und Nadelbäume ein.
Bei guter Fernsicht bietet sich dem Wanderer ein atemberaubender Ausblick auf die gesamte Schweizer Alpenkette einschließlich Eiger, Mönch und Jungfrau. Schon Fürstin Amalie von Fürstenberg, die Tochter des Großherzogs Karl-Friedrich von Baden, schätzte diesen Ort hoch oben über dem Bodensee, den sie in wenigen Minuten mit der Kutsche von Schloss Heiligenberg aus erreichen konnte.
Es zog sie besonders an den Bellevueplatz, von dem aus sie den herrlichen Blick auf das elterliche Schlossensemble in Salem und die fruchtbare Ebene um das Bodenseeufer genossen haben soll. Direkt unterhalb des Bellevueplatzes befindet sich die Freundschaftshöhle, eine natürliche Grotte, die nachweislich bis zum Jahr 1785 bewohnt wurde und an der ein gut ausgebauter Wanderweg vorbeiführt. Das Waldgebiet gehört noch heute der Fürstenfamilie: Besitzer des Waldgebietes ist SD Christian Erbprinz zu Fürstenberg.
Üppige Waldvegetation
Der FriedWald Heiligenberg liegt direkt hinter der kleinen evangelischen Johanneskirche und ist vom Ortszentrum und Schloss Heiligenberg in wenigen Minuten erreichbar. Auf kleinen Pfaden erschließt sich dem Wanderer eine üppige Waldvegetation, die von der Fruchtbarkeit des Bodens zeugt. Neben der Buche gedeiht mit der Esche das Edellaubholz sehr gut. Hochaufragende Douglasien zeigen, zu welch beeindruckendem Wuchs dieser vor mehr als 100 Jahren aus Nordamerika eingeführte Baum im milden Bodenseeklima fähig ist.
Der gesamte Waldbereich ist eben bis leicht geneigt und dank gepflegter Waldwege problemlos auch für Rollstuhlfahrer zugänglich. Geschichtlich interessierte Wanderer durchmessen den Amalienhain in Richtung Hohenstein und gelangen zur Stammburg Altheiligenberg, einer Ruine, die von der strategischen Bedeutung des Gebiets in der Historie zeugt. Dass Baumbestattungen am Bodensee beinahe schon ein wenig Tradition haben, stellte sich bei der Eröffnung heraus. Denn die Einrichtung des FriedWaldes Heiligenberg wäre ohne den seinerzeit ungewöhnlichen Wunsch eines Vorfahren, statt in der Familiengruft lieber unter einer imposanten Eiche beigesetzt zu werden, womöglich nie realisiert worden, so S. D. Christian zu Fürstenberg bei der Eröffnung. Was zu Großvaters Zeiten noch ein wenig spleenig schien, ist nunmehr bundesweit - und vor allem am Bodensee - möglich.
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Dr. Jens Borchers, Betriebsleiter von Fürstenberg Forst, zum FriedWald-Konzept:
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"Einen schöneren Punkt der Erinnerung an einen lieben Menschen, als der Blick in eine erhabene Baumkrone, lässt sich kaum denken. FriedWald-Bäume sind lebende Grabsteine".
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Rund um den FriedWald Heiligenberg:
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Eröffnung: 11. Mai 2007 Größe: Rund 20 Hektar Baumarten: Buche, Esche, Douglasie Besonderheiten: Alpenblick, Kreuz als Ort des Gedenkens am Bellevueplatz Region: Bodensee Bundesland: Baden-Württemberg
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